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Ein externer Brandschutzbeauftragter wird meist über eine monatliche Betreuungspauschale für Grundaufgaben plus Stundensatz für Zusatzleistungen und Anfahrten vergütet; die Gesamtkosten laufen dauerhaft jedes Jahr weiter. Die Alternative ist die interne Ausbildung (64 UE nach DGUV 205-003): einmalige Ausbildungskosten statt Dauervertrag – die Fachkunde bleibt dauerhaft im eigenen Betrieb.
Was ein externer Brandschutzbeauftragter kostet
Externe Brandschutzbeauftragte rechnen in der Praxis meist zweigeteilt ab: Über eine monatliche oder jährliche Betreuungspauschale werden vereinbarte Grundleistungen (etwa turnusmäßige Begehungen und Jahresbericht) abgedeckt, während Zusatzleistungen nach Stundensatz zuzüglich Fahrt- und Nebenkosten berechnet werden. Unter diesen separaten Stundensatz fallen häufig genau die Aufgaben, die im Alltag Aufwand erzeugen: Aktualisierung der Brandschutzordnung (DIN 14096), Begleitung von Behörden- oder Versichererterminen, Räumungsübungen, Stellungnahmen bei Umbauten oder die Schulung von Brandschutzhelfern. Wie hoch Pauschale und Stundensatz ausfallen, richtet sich nach Standortzahl, Bruttogeschossfläche, Brandgefährdung und dem vereinbarten Ausschnitt aus dem Aufgabenkatalog der DGUV Information 205-003. Ein scheinbar günstiger Monatspreis wird schnell teuer, wenn wesentliche Pflichtaufgaben als Sonderleistung nach Stundensatz abgerechnet werden.
Kostenvergleich: extern beauftragen oder intern ausbilden
Ein externer Brandschutzbeauftragter verursacht wiederkehrende Fix- und Stundensatzkosten über die gesamte Vertragslaufzeit – Jahr für Jahr, ohne dass im Unternehmen eigenes Fachwissen aufgebaut wird. Die interne Lösung führt dagegen zu klar kalkulierbaren Einmalkosten für den 64-UE-Lehrgang nach DGUV Information 205-003, ergänzt um eine 16-UE-Fortbildung alle drei Jahre sowie die anteilige interne Arbeitszeit der bestellten Person. Betrachtet man die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre, erreicht die eigene Qualifizierung oft schon nach kurzer Zeit die Gewinnschwelle – erst recht, wenn zwei oder mehr Mitarbeitende (etwa für Hauptstandort, Schichtbetrieb oder Stellvertretung) gemeinsam in einer Inhouse-Ausbildung vor Ort zum Festpreis ohne Reise- und Hotelkosten geschult werden.
Stärken der internen Lösung
Ein interner Brandschutzbeauftragter kennt Gebäude, Anlagen, Belegschaft, Schichtabläufe und informelle Entscheidungswege aus eigener Anschauung. Er ist täglich im Betrieb präsent, bemerkt zugestellte Rettungswege, defekte Feststellanlagen oder veränderte Lagerungen sofort und kann Maßnahmen ohne Anfahrtskosten unmittelbar anstoßen. Damit diese Stärke trägt, braucht die ausgewählte Person ein angemessenes Zeitbudget, den Rückhalt der Geschäftsleitung, eine saubere schriftliche Bestellung und eine fundierte 64-UE-Ausbildung nach DGUV Information 205-003.
Stärken der externen Lösung
Ein externer Brandschutzbeauftragter bringt Vergleichserfahrung aus unterschiedlichen Branchen mit und wird bei festgefahrenen internen Gewohnheiten mitunter unbefangener gehört. Gleichzeitig kennt er den Betrieb nur aus punktuellen Stippvisiten, ist bei kurzfristigen Rückfragen oder Störungen nicht vor Ort und benötigt für jede Begehung oder Dokumentenpflege interne Ansprechpartner, die ihm zuarbeiten. Wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll ist die externe Bestellung vor allem als befristete Überbrückung bei Personalwechsel oder in sehr kleinen Betrieben, in denen dauerhaft keine geeignete interne Person zur Verfügung steht.
Kombination beider Wege
In vielen mittelständischen und größeren Unternehmen bewährt sich ein klares Grundmodell: Die laufende Betreuung, Begehung, Unterweisung und Dokumentation übernimmt ein intern ausgebildeter Brandschutzbeauftragter (plus Stellvertretung), während externe Fachplaner oder Sachverständige nur punktuell bei komplexen Umbauten, Genehmigungsverfahren oder Sondergutachten hinzugezogen werden. Mit einer Inhouse-Ausbildung direkt am eigenen Standort schaffen Sie genau diese Unabhängigkeit von dauerhaften Betreuungsverträgen.
Quellen und weiterführende Informationen
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