Ratgeber · 7 Minuten

Brandschutzseminar: Inhouse, offenes Seminar oder online?

Aktualisiert am 27.6.2026. Fachlich eingeordnet von Dirk Schaary.

Direktantwort

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Für die meisten Unternehmen ist das Inhouse-Brandschutzseminar wirtschaftlich und fachlich überlegen, sobald mehrere Mitarbeitende geschult werden: keine Reisezeit, kein Tagesausfall, und die Inhalte werden an den eigenen Betrieb angepasst. Offene und Online-Formate haben klare Einsatzfälle – die folgende Gegenüberstellung ordnet ein, welches Format zu welchem Bedarf passt.

Inhouse-Seminar: Schulung im eigenen Betrieb

Beim Inhouse-Brandschutzseminar kommt der Dozent in Ihr Unternehmen. Reisezeiten und Tagesausfall Ihrer Mitarbeitenden entfallen, und die Inhalte werden an Ihre Gebäude, Anlagen und Abläufe angepasst. Schon ab wenigen Teilnehmenden ist das meist wirtschaftlicher als die Entsendung Einzelner zu einem auswärtigen Kurs. Voraussetzung ist lediglich ein geeigneter Schulungsraum; sehr kleine Betriebe mit nur einer zu schulenden Person prüfen die sinnvollste Variante am besten im Angebot.

Offenes Seminar: einzelne Teilnehmende beim Anbieter

Ein offenes Seminar findet beim Bildungsanbieter mit Teilnehmenden aus verschiedenen Unternehmen statt. Das ist sinnvoll, wenn nur eine einzelne Person qualifiziert werden soll und feste Termine ohnehin passen. Nachteilig sind Anreise, Übernachtung und Arbeitsausfall je Person sowie Inhalte, die nicht auf Ihren Betrieb zugeschnitten sind. Sobald mehrere Personen geschult werden, summieren sich diese Kosten schnell über den Preis einer Inhouse-Schulung hinaus.

Online- und Hybrid-Seminar: ortsunabhängig am Bildschirm

Online- und Hybrid-Formate sparen Reisezeit und sind terminlich flexibel. Sie eignen sich gut für theorielastige Anteile und für die Fortbildung. Grenzen zeigen sich bei den praktischen Bestandteilen: Begehungen, Übungen und die Einordnung am realen Objekt lassen sich am Bildschirm nur eingeschränkt vermitteln. Die praktische Löschübung der Brandschutzhelfer-Ausbildung ist online gar nicht durchführbar und setzt Präsenz voraus.

Ausbildung (64 UE) oder Fortbildung (16 UE)?

Unabhängig vom Format ist zu klären, ob eine Erst-Ausbildung oder eine Fortbildung gebraucht wird. Die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten umfasst 64 Unterrichtseinheiten und qualifiziert neue Beauftragte mit Prüfung und personenbezogenem Zertifikat. Die Fortbildung umfasst 16 Unterrichtseinheiten und aktualisiert vorhandene Fachkunde, üblicherweise vor Ablauf von drei Jahren. Wer unsicher ist, klärt die Einordnung vor dem Angebot.

Welches Format passt zu welchem Betrieb?

Faustregel: Sollen mehrere Personen geschult werden oder ist der Bezug zum eigenen Standort wichtig, ist das Inhouse-Seminar fachlich und wirtschaftlich meist die beste Wahl. Geht es um eine einzelne Person ohne besonderen Standortbezug, kann ein offenes Seminar genügen. Online eignet sich für Theorie und Fortbildung, ersetzt aber die Präsenz bei praktischen Inhalten nicht. Im Zweifel hilft eine kurze Einordnung der konkreten betrieblichen Situation.

Weiterführende Quellen

Fachbuch

Zum Nachschlagen: das Fachbuch zum Thema.

Dirk Schaary hat das Thema dieses Ratgebers als Fachbuch aufbereitet – für alle, die es im Betrieb dauerhaft begleiten.

FAQ

Häufige Fragen

Ist ein reines Online-Seminar für Brandschutzbeauftragte sinnvoll?

Für theoretische Anteile und Fortbildungen ja. Die praktischen Bestandteile, Begehungen und die Einordnung am realen Objekt sind in Präsenz deutlich belastbarer; ein vollständig praxisfreier Online-Kurs greift zu kurz.

Ab wie vielen Personen lohnt sich Inhouse?

Häufig schon ab wenigen Teilnehmenden, weil Reise-, Übernachtungs- und Ausfallkosten je Person entfallen. Den genauen Punkt zeigt das schriftliche Festpreis-Angebot anhand von Gruppengröße und Standort.

Worin unterscheiden sich Ausbildung und Fortbildung?

Die Ausbildung (64 UE) qualifiziert neue Brandschutzbeauftragte mit Prüfung und Zertifikat. Die Fortbildung (16 UE) aktualisiert vorhandene Fachkunde, in der Regel vor Ablauf von drei Jahren.

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